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16.12.2018 : 15:06 : +0100

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Schönberg, Arnold: Fünf Orchesterstücke
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Arnold Schönberg

«Das Größte im Kleinsten sehen»

Die Musik Arnold Schönbergs wird heute noch bisweilen als «blutleeres Konstrukt» empfunden: Man unterstellt dem Begründer der «Wiener Schule», seine Kompositionen seien lediglich mit dem Rechenschieber erdacht worden. Schönberg wuchs in Wien auf – wo gegen Ende des 19. Jahrhunderts die «Jung-Wiener» gegen die etablierte Kultur wettern, wo der Architekt Adolf Loos das nutzlose Ornament verteufelt. Auch Schönberg besinnt sich auf die Reduktion; auf üppigen, spätromantischen Klangrausch folgt die «Emanzipation der Dissonanz».
Im Jahr 1921 entwickelte Schönberg eine Methode der «Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen», deren Kern die Gleichberechtigung aller zwölf Töne einer Oktave ist.
Dabei ließ er sich von folgenden Erkenntnissen leiten:
Tonalität ist selbst nur ein Kunstmittel. Bei der Komposition musikalischer Werke kann auf dieses Mittel verzichtet werden (Atonalität).
Konsonanz und Dissonanz sind gleichberechtigte Qualitäten. Ihre Abfolge muss nicht durch die überlieferten Regeln der Stimmführung oder Harmoniefolge bestimmt werden.  weiterlesen ››