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10.12.2018 : 16:55 : +0100

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Tempo

«Gib Gas Baby. Das Tempo – eine Zeitreise in der Musik»

Vivace, prestissimo, Allegro con brio – seit dem 17. Jahrhundert geben die italienischen Bezeichnungen in der Musik das Tempo an. Wir nehmen das Tempo meist sehr individuell wahr – unser Empfinden ist starken Schwankungen unterworfen und wird von vielen Faktoren mitbestimmt. Mithilfe einer Metronomzahl wird die Geschwindigkeit präzisiert und objektiviert. Das Metronom ermöglicht einerseits dem Komponisten, das von ihm für die Ausführung seiner Musik gewünschte Tempo exakt anzugeben, andererseits kann es dem Ausführenden zur Kontrolle dienen, ob er das Tempo gleichmäßig ohne Temposchwankungen durchhält.

Der Pianist Alfred Brendel jedoch beschreibt seine Beziehung zum Metronom eher als kühl und verlässt sich lieber auf die Musik: «Der Interpret, der dem Fluss der Musik so natürlich wie möglich folgt – und ich meine hier die Natur der jeweiligen Musik und nicht die Natur des Spielers –, wird dem ‹psychologischen Hörer› stets das Gefühl geben ‹im Tempo zu sein›.» (Alfred Brendel, Nachdenken über Musik)

Das Kriterium für das richtige Tempo liegt also nicht in messbaren Ziffern, sondern in der Verbindung einer charakterlich sinnvollen Interpretation. Wie nehmen wir die Zeit dabei wahr? Wann empfinden wir ein Musikstück als lang und wann wirkt es kurz? Woran liegt es, dass musikalische Interpretationen von verschiedenen KünstlerInnen so unterschiedlich lang sein können?
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