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25.2.2017 : 8:06 : +0100
Glossar

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Georg Friedrich Händel

(*23. Februar 1685 in Halle/Saale, † 1759). Sein Vater war gegen eine musikalische Laufbahn des Sohnes. Doch der Herzog von Sachsen-Weißenfels hörte den jungen Georg Friedrich an der Orgel und ließ ihn vom Organisten Friedrich Wilhelm Zachow unterrichten. Händel schrieb sich nach Abschluss der städtischen Lateinschule zum Jurastudium an der Universität Halle ein. Bald darauf wurde er zum Organisten der Dom- und Schlosskirche ernannt. Bereits ein Jahr später verließ er seine Heimatstadt und ging nach Hamburg, wo er zunächst als Violinist im Opernorchester und später als «Maestro al cembalo» tätig war. 1703 unternahm er eine Reise nach Lübeck, um den bekanntesten Komponisten seiner Zeit, Dietrich Buxtehude, zu hören.

Vermutlich Ende 1706 ging Händel nach Italien. Hier schrieb er über 50 Werke und erlebte die erfolgreiche Aufführung seiner Oper «Agrippina» in der Opernmetropole Venedig. Berühmt durch seine Erfolge im Ausland, wurde Händel 1710 Hofkapellmeister in Hannover und reiste noch im selben Jahr nach London, wo 1711 im Queen’s Theatre seine Oper «Rinaldo» begeistert aufgenommen wurde. Als der Kurfürst von Hannover 1714 den englischen Thron bestieg, schrieb Händel für den König, der sich ein Konzert auf der Themse wünschte, die bekannte «Wassermusik».

Eine neue Epoche in Händels Leben begann 1719 mit der Gründung der «Royal Academy of Music», eines Opernunternehmens, das mit den bekanntesten Gesangsvirtuosen Europas eine ständige italienische Oper in London eröffnete. Als künstlerischer Leiter führte Händel zahlreiche seiner Opern auf, bis die Opernakademie 1728 aufgrund wirtschaftlicher Misserfolge geschlossen wurde. Doch schon im Spätherbst desselben Jahres gründete Händel zusammen mit dem Intendanten Johann Jacob Heidelberg eine neue Akademie. Als auch dieses zweite Unternehmen scheiterte, führte Händel nun auf eigene Rechnung das Covent Garden Theatre. Nur knapp entging er dem finanziellen Ruin.

1737 erlitt Händel einen Schlaganfall und musste wegen seiner halbseitigen Lähmung das Opernunternehmen aufgeben. Durch eine Kur in Aachen gesundete er jedoch und konnte noch weitere seiner Werke aufführen. Insgesamt schrieb Händel 40 Opern und viele große Instrumentalwerke und Oratorien. Am 22. August 1741 begann Händel mit der Komposition seines «Messias» und vollendete sie in nur 24 Tagen. Er starb, seit Jahren erblindet, am 14. April 1759 und wurde im Westminster Abbey beigesetzt.

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