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30.8.2016 : 9:16 : +0200

NEUE MUSIK IM UNTERRICHT
Eine Einführung von
Ortwin Nimczik und Rolf W. Stoll
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LINKEMPFEHLUNGEN:

Gefördert durch:

«Abenteuer Neue Musik» oder «Klänge von anderem Planeten»

«Viel zu kompliziert…», «Nicht vermittelbar…», «Schüler-fern…»

Sicher kennen Sie solche Vorurteile gegenüber Neuer Musik im Unterricht. Zumeist liegt das Unbehagen aber weniger auf Seiten der Schülerinnen und Schülern als bei den Lehrerinnen und Lehrern.

«Abenteuer Neue Musik» möchte Ihnen die Gelegenheit bieten, gemeinsam mit Ihren Schülerinnen und Schülern auf Entdeckungsreise zu gehen. Begegnen Sie dem Neuen, Unbekannten, Ungewohnten und gehen Sie kreativ damit um.
Neue Musik eröffnet nicht nur Chancen zum Abbau von Vorurteilen und Unsicherheiten, sondern bietet auch die Möglichkeit, Alternativen zum Gewohnten aufzuzeigen – auf kreative, sinnliche, spielerische und zugleich anspruchsvolle Weise.

Neue Musik öffnet Augen, Ohren und Geist.
Erleben Sie das Abenteuer Neue Musik!

Welche Unterrichtsprojekte wurden bereits realisiert?

Annesley Black | «Flowers of Carnage» | «Smooche de la Rooche II»

Erstmals dokumentiert «Abenteuer Neue Musik» zwei unterschiedliche Vermittlungsprojekte zu zwei verschiedenen Kompositionen einer Komponistin. Die beiden Projekte zu den Kompositionen von Annesley Black richteten sich an höchst unterschiedliche Zielgruppen bzw. Schulformen.

«Das Projekt zu «Smooche de la Rooche II» entstand in Zusammenarbeit mit der Friedensgrundschule in Trossingen, das Projekt zu «Flowers of Carnage» am Leininger Gymnasium in Grünstadt. Hier waren die Schüler am Entstehungsprozess des Stückes direkt beteiligt, konnten der Komponistin also gewissermaßen über die Schulter blicken, und brachten das neue Werk später auch zur Aufführung. «Smooche de la Rooche II» dagegen lag bei Beginn des Projektes in Trossingen als Referenzwerk bereits vor. Der Schulform entsprechend, konnte es dabei weniger um analytische Erkenntnisse gehen. Vielmehr diente «Smooche de la Rooche II» als Ausgangspunkt und Folie nicht nur für eine Annäherung sowohl an dieses Stück, sondern an Praktiken der Formung von Musikwerken und speziell der Neuen Musik generell. Dabei entstand wiederum ein neues, eigenes Stück der Schüler, das Elemente des Referenzwerkes aufgreift, sich von diesen inspirieren lässt und sie weiterentwickelt.» Lesen Sie weiter ›››

Wolfgang Rihm |  Márton Illés – «Chiffre III»  |  «Manische Linien»

In dieser Ausgabe der Reihe Abenteuer Neue Musik stehen, anders als bisher, erstmals Stücke von zwei Komponisten im Mittelpunkt. 

«Aus dieser Konstellation entstand die Idee, die spannende Begegnung des (ehemaligen) Kompositionslehrers mit dem (ehemaligen) Kompositionsschüler herbeizuführen, und zwar im Rahmen eines Projekts mit einer Schulklasse, die sich mit der Musik dieser beiden Komponisten schöpferisch und gestaltend auseinandersetzt und ihre Arbeit vergleichend in den Blick nimmt. Treffen sollten sich die beiden Karlsruher Künstler am Bismarck-Gymnasium Karlsruhe, wo Rihm selbst zur Schule gegangen ist.» Lesen Sie weiter ›››

Saed Haddad – «Les Deux Visages de l'Orient»

Silke Egeler-Wittmann leitete den Workshop im Rahmen eines Festivals für Neue Musik, der «Parkmusik – Neue Ho(e)rizonte auf dem Trombacher Hof» (bei Bad Münster am Stein), veranstaltet von der Künstlerin Sigune von Osten. Er richtete sich an interessierte Besucher des Festivals, in diesem Falle an interessierte Laien aus der Generation 50+.

«Die hier präsentierte Auseinandersetzung mit Saed Haddads Les Deux Visages de l´Orient, im musikalischen Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident bietet eine sehr gute Voraussetzung für die kulturell akzentuierte Beschäftigung mit diesem brennenden Thema.» Lesen Sie weiter ›››

Arnulf Herrmann – «Fiktive Tänze»

Matthias Handschick erarbeitete mit einer 7. Klasse des Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach Zugänge zu Arnulf Herrmanns fünfsätzigen Werk für Ensemble «Fiktive Tänze».

«Eine Unterrichtseinheit zu entwerfen zu einem Stück, das erst kürzlich komponiert wurde und noch nicht einmal als Aufnahme im Handel erhältlich ist, gleicht insofern einem Abenteuer, als dass man kaum jemanden um Rat fragen kann, welche Aspekte des Stücks denn überhaupt Gegenstand der pädagogischen Vermittlung sein könnten bzw. sollten, geschweige denn, mit welchen Methoden sich die betreffenden Aspekte des Stücks schülergerecht thematisieren und auf welche Weise sich Zugänge zu dem Stück eröffnen lassen... » Lesen Sie weiter ›››

Jay Schwartz – «Music for five stringed instruments»

Die Komposition Music for five stringed instruments von Jay Schwartz diente als Ausgangspunkt und Inspirationsquelle für das Projekt, das Dr. Philipp Schäffler mit Schülern einer 10. Klasse am Christlichen Gymnasium in Jena durchführte.

«Das Stück liegt in einer elektronischen und einer instrumentalen Version vor und eröffnet so ein Spannungsfeld, in dem es sich zu positionieren gilt. Die entstandenen Kompositionen der Schüler kann man durchaus als Positionierungen interpretieren und haben auf fast wundersame Weise wiederum das Hören beflügelt.» Lesen Sie weiter ›››

Orm Finnendahl – «Versatzstücke» für Klavier und Zuspielband

Die Unterrichtseinheit zu dem Stück «Versatzstücke» für Klavier und Zuspielband von Orm Finnendahl, wurde im Schuljahr 2008/09 in der Klasse 11aM des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut von Matthias Handschick durchgeführt.

Dass sich die dafür erforderliche Hörhaltung von der üblichen, durch den Gebrauch der Massenmedien bestimmten ästhetischen Alltagspraxis der Schülerinnen und Schüler unterscheidet, war besonders für die Mitglieder der KLANGBAUSTELLE WALDSHUT zwar keine grundsätzlich neue Erfahrung, jedoch haben die Versatzstücke von Orm Finnendahl in Bezug auf die Möglichkeiten der Differenzierung von Klangfarbe, Dichte und Intensität sowie in Bezug auf die Möglichkeit, durch klare Materialdisposition und Selbstbeschränkung bei der Auswahl der Verabeitungstechniken Stringenz und Zusammenhang zu erzielen, neue Horizonte eröffnet. Lesen Sie mehr ›››

Carsten Hennig – «Kadenzes – 13 Fälle»

Am Isolde-Kurz-Gymnasium Reutlingen wurde im April 2008 das Unterrichtsprojekt «Fallmusik(en)» realisiert, das Schülerlnnen der Klassen 7 und 9 mit dem jungen Dresdner Komponisten Carsten Hennig zusammen brachte.
Ziel des Projektes war es, schon Schüler der Unter- und Mittelstufe aktiv für Klangmöglichkeiten der Neuen Musik zu sensibilisieren und zu interessieren.

Innerhalb dieses Projektes erarbeiteten die beiden beteiligten Lehrer François Förstel und Karin Sousa gemeinsam mit dem Komponisten und den SchülerInnen  einige exemplarische Bausteine, darunter beispielsweise eine pantomimische Hinführung zu vier zentralen musikalischen Motiven aus Hennigs Werk «Kadenzes – 13 Fälle», und experimentelle Gestaltungsübungen mit Murmeln, Steinen und Bällen.  Diese Übungen sind auch gut auf andere Kontexte übertragbar; dabei möchten Arbeitsmaterialien und Videodokumentationen interessierten Musikpädagogen einen individuellen Zugang erleichtern. Lesen Sie weiter ›››

«Screen» – Markus Hechtle

Mit Schülern der 9a des Leininger-Gynmasiums in Grünstadt erarbeitet Silke Egeler-Wittmann im Herbst 2007 das Werk «screen» für Ensemble und Verstärker, ein 2001 im Auftrag des Ensemble Modern entstandenes Werk des Karlruher Komponisten Markus Hechtle.

Die Projektbeschreibung auf den Seiten «abenteuer neue musik» gibt eine ausführliche Beschreibung als Anregung und Grundlage für eigene Unterrichtsgestaltung;  ausführliche Videobeispiele dokumentieren die wesentlichen Schritte und die praktischen Ergebnisse der SchülerInnen. Lesen Sie mehr ›››

Markus Hechtle erklärt Neue Musik…