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24.5.2017 : 8:04 : +0200
Glossar

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Cesar Bresgen

Cesar Bresgen wurde als Sohn des Künstlerehepaares Maria und August Bresgen am 16. Oktober 1913 in Florenz geboren. 1930 bis 1936 studierte er an der Akademie der Tonkunst in München Klavier, Orgel, Dirigieren und Komposition bei Joseph Haas. 1936 bis 1938 war Bresgen beim Bayerischen Rundfunk beschäftigt. 1939 leitete er vorübergehend eine Jugendmusikschule und wurde Kompositionslehrer am Salzburger Mozarteum. Bresgen schuf zahlreiche Vokalwerke für die Hitlerjugend und war 1944/45 Soldat. Die Zeit nach dem Krieg verbrachte er als Organist und Chorleiter in Mittersill. Dort begegnete er 1945 Anton Webern, was einen tiefen Eindruck bei ihm hinterließ. 1947 wurde er an das Salzburger Mozarteum zurückberufen und erhielt schließlich eine Professur für Komposition. 1956 heiratete Bresgen die Pianistin Eleonore Jorhan, mit der er sich in Großgmain bei Salzburg niederließ. 1976 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis. Cesar Bresgen starb am 7. April 1988 in Salzburg.
Ähnlich wie der mit ihm befreundete Carl Orff arbeitete Bresgen mit starkem pädagogischem Engagement. Melodisch beruhen Bresgens Werke großenteils auf Volksliedelementen, rhythmisch greifen sie Anregungen Strawinskys auf. Von seinen Bühnenwerken sind die Märchen- und Jugendopern am bekanntesten geworden (z. B. Der Igel als Bräutigam, 1959; Brüderlein Hund, 1953; Der Mann im Mond, 1958).