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20.9.2019 : 12:21 : +0200

Warming-Up: Körper wecken

Angefangen am Scheitel über das Gesicht bis zu den Fußspitzen klopft sich jeder mit zwei Händen behutsam ab. An weniger empfindlichen Stellen (Schultern,  Beine,...) darf es ruhig etwas stärker sein, das Klopfen kann zum schnellen Tremolieren werden. Die Spielleiterin lenkt die Bewegungsrichtung, sodass alle SpielerInnen die gleichen Körperstellen klopfen.
Von den Fußspitzen geht es wieder nach oben, diesmal auf der Körperrückseite. Sobald das Klopfen den Brustkorb, bzw. Rücken erreicht, soll mit geöffnetem Mund ein kräftiger Ton gesungen werden.
Alle drehen sich nach rechts und haben somit die Rückseite ihres Kreisnachbarn vor sich. Jede Spielerin klopft  die vor sich stehende Mitspielerin und wird zugleich von der hinter ihr stehenden geklopft.  Neben dem Hinweis, auf sich selbst und den anderen stets aufzupassen, soll die Aufmerksamkeit auch auf den Klang gelenkt werden, der sich je nach Körperpartie verändert.

Diese Übung dient sowohl als warming up als auch bereits für erste Körperklangversuche.

Warming-up: Knetgesicht

Die SpielerInnen stehen im Kreis und massieren zunächst mit den Fingerspitzen ihre Kopfhaut und danach ihr Gesicht. Das Massieren geht nun in ein sanftes Kneten über und sollte mit einem kurzen Innehalten bei geschlossenen Augen enden. Ohne die Hände wird jetzt das Gesicht so stark wie möglich zusammengezogen ( es kann helfen sich vorzustellen, wie man in eine saftige Zitrone oder eine unreife Pflaume hineinbeißt).

Danach die Gegenbewegung, also das Gesicht so weit wie möglich öffnen, alles aufreißen: Augen, Mund, Nasenlöcher (Ohren). Nun wird das Gesicht geteilt: die obere Hälfte zieht sich zusammen, die untere wird aufgerissen und umgekehrt. Die hierbei entstehenden grotesken Grimassen jeweils einen Moment halten, sich umschauen ohne «das Gesicht zu verlieren». Nun versucht jeder einen passenden Körper zu seinem verzerrten Gesicht zu finden, indem er seine Haltung entsprechend verändert. Dieser eigenwillige Körper kann sich nun in genauso eigenwilliger Weise durch den Raum bewegen. Jetzt erfinden die SpielerInnen zu ihrer Figur passende Laute, vielleicht sogar eine eigene Sprache. Begegnen sie einander, können sie sich unterhalten, miteinander spielen.

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