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10.12.2019 : 1:15 : +0100

Instrumentalübung: Blockflöten

1. Jeder Spieler hat einen Ton, den er sicher mit seiner Flöte erzeugen kann. Nun wird eine Endlosmelodie gespielt, indem man im Kreis einen ruhigen Ton bläst und diesen, kurz bevor er verklingt (bzw. der Atem endet), an den nächsten abgibt, der wiederum mit seinem Ton, möglichst mit einer anderen Tonhöhe, ebenso verfährt.
Es sollten keine Lücken oder Pausen entstehen.
Diese Kreismelodie kann sich mehrfach wiederholen, einmal rückwärts gespielt werden, die Tonhöhen können sich verändern, die Tondauer kann variieren. Eine Runde mit Staccato-Klängen sollte folgen und ist schon eine große Herausforderung.

2. Cluster-Übungen
Alle spielen gleichzeitig ihren Ton. Auf ein Zeichen wird neu geatmet und eine andere Tonhöhe gewählt.

Zwei Gruppen spielen Cluster, eine einen eher hohen, die andere einen eher tiefen, jeweils im Wechsel, an unterschiedlichen Stellen des Raumes.

Verzerrte Klangerzeugung ausprobieren, indem man gleichzeitig einen Ton in die Flöte singt, während man einen Ton spielt. (Hier werden sich versteckte Talente auftun!)

Unterschiedliche Lautstärken versuchen lassen, was bei der Blockflöte nicht leicht ist.

Einen Tutti-Cluster im crescendo bis zur völligen Verzerrung spielen.

3. Punkt-Klänge
Jeder Spieler hat nur einen einzigen Klang zur Verfügung, den er innerhalb einer 60 Sekunden-Phase spielen darf. Die Dauer sollte gesteigert werden, damit das zunächst sehr dichte Klanggewebe immer transparenter wird. (Die Zeit kann vom Dirigenten mit einer kreisenden Armbewegung, wie eine lebendige Stoppuhr angezeigt werden.)

4. Von einigen etwas versierteren BlockflötistInnen kurze, markante Melodien mit möglichst großen Intervallschritten erfinden lassen. Diese nacheinander starten und in Endlosschleifen wiederholen lassen.

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