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10.12.2018 : 16:01 : +0100

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Suite

«Die Tänze des alten Europas. Die Suite in der Barockzeit»

Suiten sind die beliebtesten Instrumentalmusiken des 17. und des frühen 18. Jahrhunderts. Ursprünglich von Spielleuten gepfiffen und getrommelt, fanden die Sammlungen von Tänzen auch ihren Weg in die Kunstmusik und gelangten schnell zu großer Beliebtheit; wahrscheinlich, weil jeder die zugrunde liegenden Tanzstücke kannte.
Die ursprünglichen Tänze wurden zunehmend anspruchsvoller gestaltet und waren bald Instrumentalstücke mit einem musikalischen Eigenleben, zu denen nicht mehr getanzt wurde.
Silvius Leopold Weiss, der als größter Lautenist des Barocks gilt, charakterisiert in seiner d-Moll-Suite die verschiedenen Tänze Allemande, Sarabande, Gigue und Courante. Die Barocklaute, ein Instrument mit sonorem Klang und bis zu 13 Doppelsaiten, bildet dabei die Grundlage seines Musizierens.
Als Höhepunkte der Suitenkunst gelten heute noch Johann Sebastian Bachs Cembalo- und Orchestersuiten. Mit dem Ende der Barockzeit geriet die Suite aus der Mode und wurde von anderen Reihungsformen abgelöst. Erst im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert lebte sie in verschiedenen Varianten wieder auf.

Autor der Sendung: Mischa Kreiskott
Autorin der Materialien: Petra Hügel