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22.11.2019 : 19:08 : +0100

Zusammengesetzte Intervalle

Intervalle, die größer als eine Oktave sind, nennt man zusammengesetzte Intervalle, da sie sich aus einer Oktave und einem weiteren Intervall zusammen setzen. Wie die kleineren Intervalle werden auch ihre Namen bis zur Sexte über der Oktave von den lateinischen Ordnungszahlen abgeleitet und nach den Stufen der Tonleiter benannt: None, Dezime, Undezime, Duodezime, Tredezime.

[1.8.3. Fahren Sie mit der Maus über die Noten, um die Intervallnamen zu sehen; per Mausklick können Sie das angezeigte Intervall auch hören.]

Intervalle, die größer sind als die Tredezime, haben keine eigenen Namen. Man benennt sie mit der Addition von Oktave plus einem zweiten Intervall (z. B. Oktave plus Septime).

Unter harmonischen Gesichtspunkten sind Oktaven zwischen den Intervalltönen nicht von Bedeutung. Die Töne c-e-g bilden z. B. einen C-Dur-Dreiklang ganz unabhängig davon, wo die Töne im Tonraum platziert sind und auch wie oft sie erscheinen:

[1.8.4. Klicken Sie auf einen Akkord, um ihn zu hören.]

Im harmonischen Kontext benennt man deshalb zusammengesetzte Intervalle vereinfachend unter Auslassung der Oktave (z. B. die Dezime als Terz). Lediglich die None hat als Ergänzung der Dominante wie als Vorhalt eine eigenständige harmonische Funktion und wird deshalb auch in der Harmonielehre als None bezeichnet.

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