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24.5.2017 : 8:04 : +0200

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«Konzert für Violine und Orchester No. 1,
in g-moll, op. 26, 3. Satz, Takt 1-104]

Slovak Philharmonic Orchestra, Stephen Gunzenhauser (Conductor)
Takako Nishizaki, Violine

Zur Verfügung gestellt von der NAXOS Music Library.

Glossar

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Bruch: Konzert für Violine und Orchester

No. 1, op. 26 in g-Moll

Max Bruch (1838–1920) erhielt seine erste musikalische Ausbildung von seiner Mutter, die eine bekannte Sängerin und Musiklehrerin war. Im Jahre 1852 errang er im Alter von 14 Jahren den Preis der Frankfurter Mozartstiftung, der es ihm ermöglichte, in Köln Komposition bei Friedrich Hiller und Klavier bei Carl Reinecke zu studieren. Bruch genoss später eine bemerkenswerte Reputation sowohl als Dirigent als auch als Komponist. Er reiste durch ganz Europa und war eine Zeit lang Dirigent des Liverpool Philharmonic Orchestra; später nahm er eine ähnliche Position in Breslau an. Im Jahre 1891 wurde er dazu berufen, eine Meisterklasse für Komposition an der Musikhochschule in Berlin zu leiten.

Obwohl es nicht Bruchs einziges Instrumentalkonzert ist, so bleibt das Violinkonzert in g-Moll sein bekanntestes Stück, welches sowohl bei Interpreten als auch beim Publikum sehr beliebt ist. Die anhaltende Popularität dieses Konzertes liegt wahrscheinlich in der reizvollen Mischung aus romantischem Gefühl (besonders im Adagio) und virtuoser Darbietung des Soloinstruments begründet. Wie man an den Äußerungen gegenüber Simrock aus dem Jahre 1872 ablesen kann, machte sich Bruch offensichtlich sehr viele Gedanken, bis er die endgültige Form des Werkes festgelegt hatte: «Ich habe von 1864–68 mein Concert gewiß einhalb Dutzendmal wieder umgeworfen, und mit x Geigern conferirt, bevor es endlich die Form gewonnen hat, in der es nun allgemein bekannt ist und überall gespielt wird

Wenn man Joseph Joachim darum bat, die großen, bedeutenden Violinkonzerte des 19. Jahrhunderts zu beschreiben – jene aufeinander folgenden und beständigen Meisterwerke von Beethoven, Mendelssohn, Bruch und Brahms –, so erklärte er, dass Bruchs Violinkonzert «das reichste und am meisten verlockende» sei.

Richard Clarke
Übersetzung: Uta Heipp