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18.8.2019 : 10:44 : +0200

Akkordaufbau

Die Teiltöne eines Klanges werden in der Regel als Naturtonreihe dargestellt. Tatsächlich erklingen sie jedoch gleichzeitig. Wenn man dementsprechend die ersten Teiltöne als Akkord übereinander schichtet, wird ersichtlich, dass der Abstand zwischen den tiefsten Tönen am größten ist und zu den höheren Tönen kontinuierlich abnimmt.

[1.7.7. Teiltöne eines Klanges]

In der Anordnung der Teiltöne ist auch die Gesetzmäßigkeit für den Aufbau von Akkorden begründet: Ein Akkord klingt ausgewogen, wenn der Abstand der Mittelstimmen zum Bass größer ist als zur Oberstimme oder die Stimmen ungefähr gleiche Abstände aufweisen, wie zwischen dem 2. und 4. Teilton. Dabei sollte der Abstand zwischen den Mittel- und Oberstimmen nur in Ausnahmen eine Sexte überschreiten.

[1.7.8. Klicken Sie mit der Maus auf die Noten, um sie zu hören.]

[Quelle: Ulrich Kaiser "Der vierstimmige Satz", Bärenreiter Kassel 2002]

Generell gilt:

Die Töne eines Akkords verschmelzen am stärksten, wenn der Akkordaufbau der natürlichen Ordnung der Teiltöne folgt.