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17.10.2019 : 7:12 : +0200

Reines Moll

In der Dur-Moll-Tonalität ist die Moll-Tonleiter das Pendant zur Dur-Tonleiter. Ihr Intervallaufbau ist nicht so gleichmäßig und stabil wie derjenige der Dur-Tonleiter. Mit ihr lassen sich z. B. Melancholie, aber auch finster gefärbte Dramatik ausdrücken. Ihr geschichtlicher Vorläufer ist die undefinedaeolische Skala, der die Moll-Tonleiter im Intervallaufbau gleicht. Die 3. Stufe mit dem Abstand einer kleinen Terz zum Grundton verleiht ihr den Moll-Charakter. Deshalb bezeichnet man die kleine Terz auch als Moll-Terz.

[1.10.5. Klicken Sie auf die Tonleiter, um sie zu hören.]

Diese Moll-Tonleiter nennt man reines Moll, natürliches Moll oder – in der Jazz-Harmonik – auch Aeolisch-Moll. Da die Dur-Moll-tonale Musik aber mit ihrer temperierten Stimmung von den natürlichen Intervallproportionen abweicht und da die aeolische Harmonik wiederum anderen Gesetzen folgt als die Moll-Harmonik, ist die Bezeichnung «reines Moll» am treffendsten.

 

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