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18.6.2019 : 17:07 : +0200

Pentatonische Tonleiter

Die pentatonische Skala gilt als die älteste, bereits seit 3000 v. Chr. bekannte Tonleiter. Sie prägte über viele Jahrhunderte die Musik Afrikas und Asiens wie auch des frühen Europas, hatte jedoch in der europäischen Kunstmusik vom Mittelalter bis zum Ende des 19. Jh. keine Bedeutung. Erst als auf der Weltausstellung 1889 in Paris balinesische Gamelan-Musik zu hören war, die auf der pentatonischen und der Ganztonleiter aufbaut, wurden europäische Komponisten und Musiker wieder aufmerksam auf die spezielle Klanglichkeit und den kompositorischen Reichtum der Pentatonik.

Die pentatonische Skala leitet sich aus jeweils zwei Ober- und Unter-Quinten eines Tones ab, die in einem Oktavraum zu einer Skala aufgereiht werden. Diese Skala besteht nur aus großen Sekunden und kleinen Terzen.

[1.10.10. Klicken Sie auf die Tonleiter, um sie zu hören.]

Dem Aufbau der Skala entspricht die Anordnung der schwarzen Tasten auf dem Klavier. Da die pentatonische Skala keinen leittönigen Halbtonschritt beinhaltet, lässt sich auch kein eindeutiger Grundton benennen. Jeder Ton kann Grundton sein, meistens reiht man sie in einer Zwei- und Dreitongruppe auf. Die pentatonische Tonleiter, die mit einer Zweitongruppe beginnt, birgt in sich einen Moll-Charakter, diejenige, die mit einer Dreitongruppe beginnt, einen Dur-Charakter.

[1.10.11. Klicken Sie auf die Tonleiter, um sie zu hören; klicken Sie auf «Moll-Dreiklang» oder «Dur-Dreiklang», um den jeweiligen Akkord zu hören.]

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