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17.10.2019 : 7:27 : +0200

Mensural-Notation

Der Wunsch nach Mehrstimmigkeit erforderte im 12. Jh. eine neue rhythmische Organisation, die zunächst in der Modal-Notation durch sechs festgelegte (rhythmische) Modi gewährleistet wurde.

Die zunehmende Komplexität der mehrstimmigen Motetten verlangte jedoch nach einer Festlegung der einzelnen Notenwerte. So entstand die Mensural-Notation, die Franco von Köln 1280 in dem berühmten Traktat «Ars cantus mensurabilis» erstmals umfassend darstellte und die im 15. Jh. mit der Einführung von weißen Notenköpfen und Mensurstrichen wesentliche Modifikationen erfuhr.

[1.1.7. Schule von Notre-Dame, um 1200 – Perotinus «Magnus»: «Alleluia (Nativitatis)», Organum triplum | 1.1.8. Wittenberg 1524 – Johann Walter: Choral «Ach Gott vom Himmel, sieh darein»]

[Quellen: Besseler, Heinrich und Gülke, Peter «Schriftbild der mehrstimmigen Musik» in «Musikgeschichte in Bildern» Band 3.5, VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig 1973]

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