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21.7.2019 : 17:41 : +0200

Artikulation

Während die Notenwerte festlegen, welchen zeitlichen Raum ein Ton oder Akkord im Verhältnis zu den anderen Tönen eines Musikstückes einnimmt, bestimmt die Artikulation, mit welcher tatsächlichen Dauer und Charakteristik ein Ton oder Akkord erklingt.
Das Legato zeigt an, dass die Klänge lückenlos miteinander verbunden werden sollen, d. h. jeder Ton füllt tatsächlich die gesamte Dauer seines Notenwertes aus. Das geschieht z. B. beim Singen eines Liedes oder beim Musizieren einer gesanglichen Melodie. Legato wird durch einen Legatobogen, bisweilen auch durch die Spielanweisung cantabile angezeigt.

[1.4.7. aus  L. v. Beethoven, 9. Sinfonie d-Moll (Nicolaus Esterhazy Sinfonia) | mit freundlicher Genehmigung von NAXOS]

Zumeist tänzerisch hingegen wirkt das Staccato, das mit einem Punkt über oder unter den Notenköpfen notiert wird und die Töne voneinander trennt. Staccato-Töne klingen also kürzer, als ihr tatsächlicher Notenwert es anzeigt.

[1.4.8. aus  L. v. Beethoven, 9. Sinfonie d-Moll (Nicolaus Esterhazy Sinfonia) | mit freundlicher Genehmigung von NAXOS]

Legato und Staccato sind die wichtigsten Artikulationen. Durch Kombination der Artikulationszeichen, aber auch durch einige ergänzende Zeichen gibt es weitere Möglichkeiten der Differenzierung.

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