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15.10.2019 : 5:42 : +0200
[Monsterparade. Bild einmal klicken, um Video zu starten. Clipdauer: 3'00'']

Annäherungen über musikalische Improvisationsübungen :|: «Monsterparade»

Die Rhythmik der »Fiktiven Tänze« basiert häufig auf komplexen Überlagerungen einfacher, oft sogar ganz regelmäßiger Strukturen. Diesem Prinzip kann man sich mit Schülerinnen und Schülern anhand einer Gruppenimprovisation, der wir den Arbeitstitel »Monsterparade« gegeben haben, annähern:

Jeder wählt einen oder mehrere Klangerzeuger (Musikinstrumente oder andere Gegenstände, denen sich Klänge bzw. Geräusche entlocken lassen) und sucht sich einen bestimmten Standort im Raum. Erzeugt werden gleichmäßig pulsierende Klänge und Geräusche, die leise einsetzen, dynamisch anschwellen und dann wieder verebben. Jeder wählt das Tempo seines Pulses selbst, versucht aber, für jede an- und abschwellende Geräuschfolge das einmal gewählte Tempo zu halten.

Reizvoll sind verschrobene und eigenwillige, besonders skurrile Klangereignisse. Die Vorstellung, es handele sich dabei um kleine Monster, die in einer Art Parade mit mechanischen Bewegungen den Raum durchqueren und wieder verschwinden, ist sowohl der Phantasie beim Erfinden der Klänge als auch der Konzentration auf das gewählte Tempo förderlich (Videobeispiel).

Jeder sollte zwischen den einzelnen Monstern, die er nacheinander auf den Weg schickt, ausgiebige Pausen machen. Bei größeren Gruppen kann die Zahl der Monster auf drei pro Person beschränkt werden. Spannend ist es jedoch auch, die Gruppe selbst zu einem Ende finden zu lassen.

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