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24.5.2017 : 8:05 : +0200
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Nikolaj Rimskij-Korsakow

Nikolaj Rimskij-Korsakow wurde am 18.3.1844 in Tichwin bei St. Petersburg geboren. Die männlichen Mitglieder der angesehenen Familie standen traditionell in militärischen Diensten, besonders in der russischen Marine. Aber auch auf eine gute musikalische Ausbildung wurde Wert gelegt und so setzte Nikolaj Rimskij-Korsakow auch nach dem Eintritt in die Kadettenschule seinen Klavierunterricht fort. Nach der Bekanntschaft mit den Komponisten Mili Balakirew und César Cui  begann er seine erste Sinfonie zu schreiben - die erste russische Sinfonie überhaupt. Da er 1862 als Seeoffizier für drei Jahre auf hohe See geschickt wurde, konnte seine Sinfonie allerdings erst 1865 fertig gestellt und uraufgeführt werden.
Nach weiteren musikalischen Erfolgen quittierte Nikolaj Rimskij-Korsakow den Seedienst und wurde 1871 Lehrer für Komposition und Instrumentation am Konservatorium von St. Petersburg. Von 1874 bis 1881 übernahm er die Leitung der von Mili Balakirew gegründeten „Musikalischen Freischule“ und wurde zum einflussreichsten Vertreter des sogenannten „mächtigen Häufleins“. Eine wichtige Rolle spielte er auch bei der Nachbearbeitung und Verbreitung von Modest Mussorgskij's unvollendeten Kompositionen. Am 21.6.1908 starb Nikolaj Rimskij-Korsakow auf seinem Landgut Ljubensk unweit von St. Petersburg. Insgesamt schrieb der bekannte Komponist 15 Opern, die zwar im Westen nicht so populär geworden sind, aber in Osteuropa häufig aufgeführt werden. Die Hauptursache dafür liegt vermutlich an den typisch russischen Textvorlagen. Sein international erfolgreichstes Orchesterwerk ist die 1888 entstandene Sinfonische Suite „Scheherazade“ nach Motiven aus „Tausendundeiner Nacht“, die später als gleichnamiges Ballett aufgeführt wurde und heute noch sehr beliebt ist.