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17.2.2019 : 10:55 : +0100

 

Overheadfolie «Linien in Musik & Alltag»
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Arbeitsblatt «Liniensysteme»
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Arbeitsblatt «Schaltkreise»
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Arbeitsblatt «Höraufgabe Illés»
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Arbeitsblatt «Partituraufgabe»

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Von der Struktur zum Werk - Márton Illés: «Manische Linien»

Auf den Einführungsblock folgt die Beschäftigung mit dem Thema «Linien». Dies geschieht auf mehreren Wegen:

Verbalisierung:
In einem Unterrichtsgespräch wird auf bereits vorhandenes Wissen und die persönliche Erfahrung zum Thema eingegangen.

Visualisierung:
Gemeinsame Betrachtung von Linien-Bildern aus dem Alltag (z.B. Schaltkreise, U-Bahn-Liniennetze) und Anfertigung eigener Linien-Bilder in kleinen Gruppen mit anschließender Präsentation in einer Art Vernissage.
Linien-Verläufe werden in eine Bewegungs-Choreografie mit der ganzen Gruppe umgesetzt.

Akustische Übertragung:
Linienverläufe werden gemeinsam als musikalische Linien mit Instrumenten gespielt (Leitung und Lenkung durch DirigentIn/ LehrerIn)
Linien-Bilder werden als Partitur musikalisch-instrumental übertragen.

Um sich nun dem Stück von Márton Illés klangästhetisch stärker anzunähern, werden unter Anleitung einzelne Klang-Gesten und Klang-Effekte der Komposition mit der ganzen Gruppe ausprobiert. Hierbei kommen später auch die Blockflöten zum Einsatz, damit einerseits der homogene Klang gleicher Instrumente (wie bei Illés´ 6 Klarinetten) ansatzweise erfahrbar wird und weil sich natürlich 20 bis 25 C-Flöten bestens für das Ausprobieren extremer Klangphänomene (hohe, schrille – «manische» Klänge) eignen, wie sie einem stellenweise in den «Manischen Linien» begegnen. Hierbei lässt sich auch ansatzweise die Rolle des Klaviers als klanglicher und formaler Außenseiter improvisatorisch erproben.

Anhand eines sehr markanten Partitur-Ausschnittes (Arbeitsblatt) kommen die SchülerInnen nun erstmals in Kontakt mit dem Originalstück und können Illés´ Linienverläufe mit ihren bisherigen Erfahrungen und den eigenen Linien-Partituren vergleichen.

Jetzt erst wird das Stück komplett gehört. Im anschließenden Unterrichtsgespräch wird neben dem Austausch der Hör-Erfahrung der Titel thematisiert, der Begriff «Manie» näher erläutert und in Bezug zum Stück gesetzt.

Den Abschluss bildet eine Überarbeitung der Linien-Kompositionen. Dabei werden die ursprünglich vier Gruppen zu zweien zusammengefasst und mit jeweils einem Tasteninstrument kombiniert. Die Stücke werden dabei um den geräuschhaften Anteil (bei Illés besonders zu Beginn und am Ende des Stückes zu hören) sowie um die spezielle Rolle des Klaviers ergänzt. Die neu entstandene erweiterte Partitur wird nun für eine abschließende Präsentation geprobt.

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