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17.2.2019 : 11:18 : +0100

  

[«Mäppchenmusik». Klick auf das Bild, um es zu vergrößern.]

«Mäppchenmusik» – Einführung in die Gruppenkompositionsarbeit

Als Ausgangspunkt und einzige Quelle für das Klangmaterial dient das Mäppchen oder Etui (hier gibt es möglicherweise alle möglichen Versionen, vom traditionellen Stoffmäppchen bis hin zur Holz – oder Blechdose).

Eine Gruppe (nicht mehr als 4 bis 6 Spieler) sitzt um einen Tisch als Spielfläche herum und untersucht das Mäppchen hinsichtlich seiner Klangerzeugungsmöglichkeiten (z.B. mit Reißverschlüssen Scratch-Klänge erzeugen, mit Stiftdeckeln pfeifen, Bleistifte als Schlagzeugsticks verwenden, Scherenklicken, Kugelschreiberklicken, mit Linealen an der Tischkante schnarren, das ganze Mäppchen schütteln etc.). Wenn möglichst viele Klangmöglichkeiten gefunden und ausprobiert worden sind, versucht die Gruppe einen formalen Ablauf zu gestalten. Dabei können natürlich auch szenische Elemente einfließen (z.B. alle beginnen mit dem Ausleeren des Mäppchens oder enden mit hektischem Einpacken des Mäppchens). Die SchülerInnen sind hier der Erfahrung nach sehr erfinderisch, daher sollte man die Vorgaben bewusst offen halten.

Sollte eine Gruppe dennoch Schwierigkeiten haben, eine Form zu entwickeln, kann man Gestaltungstipps geben (z.B. mit einem gemeinsamen Puls beginnen; die Klangmöglichkeiten möglichst synchronisieren, indem alle mit dem Reißverschluss scratchen oder zweistimmig mit zwei Klangarten spielen; eine Steigerung, eine Entwicklung versuchen etc.).

Die verschiedenen Mäppchen-Stücke können am Ende in der Gruppe präsentiert werden. Empfehlenswert ist es, die Ergebnisse in einer Ton- oder Videoaufnahme zu fixieren.

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