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15.10.2019 : 5:35 : +0200

konzepte | vokal

Metamorphose (Donaueschingen)


Metamorphose 1
Metamorphose 2

Übungen und Konzepte | vokal

Metamorphose mit Schwertklängen

Zunächst versucht man zwei qualitativ sehr unterschiedliche Klänge einzuüben, Summton und Schwertklang. Ein gleichmäßig gesummter Ton wird auf einer bestimmten Tonhöhe angestimmt, jeder Spieler hat einen anderen Ton, sodass ein Cluster entsteht. Setzen die Spieler nacheinander ein, passiert es häufig, dass sie sich in der Tonhöhe anpassen und kein Cluster entsteht – das sollte man zunächst üben. Der stark geräuschhafte Schwertklang sollte ebenfalls sehr differenziert geübt werden. Als Inspirationsquelle kann man hier ein Hörbeispiel aus Blacks Soundtracks verwenden [s. Track 39 in «Tracks Hörraum»].

Wenn beide Klangqualitäten gut eingeübt sind, kann man sie wie in Flowers of Carnage nach folgendem Konzept umsetzen:

Die SpielerInnen verteilen sich im Raum und beginnen mit geschlossenen Augen ohne Unterbrechung die Schwertklänge zu artikulieren, sodass ein zischender, akzentuierter Lautteppich entsteht. Eine Spielerin geht langsam zwischen den Spielern umher und berührt nach und nach jeden einzelnen, welcher daraufhin zu summen beginnt, bis sich der Schwertklangteppich in einen Summteppich verwandelt hat. Die SpielerInnen signalisieren den Wechsel der Klangqualität, indem sie nach der Berührung durch die Spielerin ihre Position leicht verändern (zum Beispiel leichte Kopfneigung, sich nach vorne beugen, den Arm oder ein Bein anwinkeln usw.) und in der neuen Haltung solange einfrieren bis das Stück zu Ende ist, nämlich wenn alle SpielerInnen beim Clusterklang angekommen sind.

[s. Ausschnitt von der Aufzeichnung der Aufführung in Donaueschingen]