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17.2.2019 : 10:49 : +0100

konzepte | instrumental

Filmmusik (Donaueschingen)

Übungen und Konzepte | Instrumental

Filmmusik in the Dark

Bevor der Song am Ende des Stückes nahezu in seiner Originalgestalt zu hören ist, erscheint er stark aufgelöst bereits in der ersten Hälfte in Form einer Improvisation: Alle InstrumentalistInnen wählen ein kurzes, aber charakteristisches Motiv aus ihrer Stimme aus. Alle schließen die Augen, um sich möglichst nicht optisch vom Einsetzen der anderen SpielerInnen beeinflussen zu lassen. Die Motiveinsätze sind frei und sollten nicht zu häufig geschehen, da alle sehr genau auf die anderen SpielerInnen hören müssen. Fällt ein Einsatz mit einem anderen zusammen, muss man mit der Improvisation enden, bis alle ausgestiegen sind [s. Ausschnitt von der Aufzeichnung der Aufführung in Donaueschingen].

Das kann eine ganze Zeit dauern und erfordert viel Geduld und Konzentration. So sollte sich aus einer zunächst sehr hohen klanglichen Dichte ein immer transparenteres Stück entwickeln, bis nur noch einzelne Motive zu hören sind.

Vorübung zur Improvisation

Die SpielerInnen sitzen im Kreis und alle präsentieren nacheinander das jeweils ausgewählte Motiv. So kann überprüft werden, ob es sinnvoll ausgewählt ist, etwas doppelt oder auch die Dauer nicht zu lange ist. Dann spielen alle ihr Motiv als Kette im Kreis, mehrfach, möglichst ohne Unterbrechung, bzw. Zwischenpausen. Die Richtung sollte immer wieder gewechselt werden. Alle schließen die Augen und stellen sich einen Puls vor, der in einem gemäßigten, individuellen Tempo ablaufen sollte. Nun erfolgen die Einsätze, nachdem man in seinem Puls auf 30 gezählt hat. Nach dem ersten Einsatz pausiert man 7 Schläge, dann 13 Schläge, dann 21 Schläge, der letzte Einsatz erfolgt erst nach 30 Schlägen. So entsteht ein Stück mit sehr vielen Pausen und wenig Einsätzen. Je nach SpielerInnenzahl können die Pausendauern variiert werden. Es gilt die Regel: Je mehr SpielerInnen, desto höher die Pausenanzahl.