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16.12.2018 : 13:47 : +0100
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Le Sacre du Printemps – Igor Strawinsky

«Aufruhr der Gefühle»

Im Zentrum des Balletts von Igor Strawinsky steht ein heidnisches Ritual: Eine Jungfrau soll dem Frühlingsgott zur Versöhnung als Opfer dargebracht werden. Im ersten Teil der Komposition kommen verschiedene Stämme zusammen, um das kultische Fest vorzubereiten. Im zweiten Teil, der mit „Das Opfer“ überschrieben ist, tanzt sich das junge ausgewählte Mädchen zu Tode, um den Gott des Frühlings versöhnlich zu Stimmen.
Die Ballettmusik von Strawinsky ist aufgrund ­ihrer rhythmischen Struktur, der besonderen Klang­sprache und auch der Kontexte, wie z. B. die schockierende Uraufführung, als ein Schlüsselwerk der Avantgarde des 20. Jahrhunderts zu sehen. Die Uraufführung 1913 in Paris provozierte nämlich einen der größten Skandale der Musikgeschichte, da das Publikum einerseits mit der Kompositionsweise, andererseits mit der Inszenierung offenbar überfordert war. Erst die konzertante Aufführung von Le sacre du printemps im darauffolgenden Jahr führte zum Erfolg.
Das Werk trat 2003 nochmals ins Rampenlicht, als der Tanzpädagoge Royston Maldoom zusammen mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle das Projekt „Rhythm is it“ initiierte. 250 Jugendliche von Berliner „Problemschulen“ studierten in nur sechs Wochen ­eine komplexe Choreografie ein und führten das Ballett hochumjubelt in der Arena Berlin auf. Die Dokumentation dieses Projekts wurde mit mehreren Filmpreisen sowie mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet.
Diese Short-Music-Story widmet sich einerseits den musikalischen Besonderheiten von Le sacre du printemps  und andererseits auch dem Projekt „Rhythm is it“ mit dem Schwerpunkt Tanz und Choreografie. Außerdem wird die Biografie von Igor Strawinsky betrachtet, um die besondere Tonsprache des russischen Komponisten verständlich zu machen. Das Ballett Le sacre du printemps ist ein sehr beeindruckendes Werk, das sich aufgrund der spannenden Musik und des aufregenden Inhalts des Opferrituals analytisch und tänzerisch zu entdecken lohnt.

Autorin der Sendung: Susanne Pütz
Autor der Materialien: Kai Koch

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