13.12.2018 : 12:14 : +0100

Biografie

Simon Steen-Andersen, geboren 1976 in Odder (Dänemark), ist ein Komponist, dessen Arbeit sich zwischen instrumentaler Musik, Elektronik, Video, Performance und Installation bewegt. Seine Arbeiten der vergangenen Jahre nehmen vor allem konkrete Elemente in die Musik auf und betonen physische und choreographische Aspekte der instrumentalen Aufführung. Oft kommen dabei verstärkte akustische Instrumente in Verbindung mit Samplern, Videos oder Alltagsgegenständen zum Einsatz.

Simon Steen-Andersen erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen, etwa den Ernst von Siemens-Komponistenpreis 2017, den Preis des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg 2014, den Carl Nielsen Preis und den Kunstpreis Musik der Akademie der Künste in Berlin 2013, die Tribune internationale des compositeurs, die Residency beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD 2010 und den Kranichsteiner Musikpreis der Darmstädter Ferienkurse 2008. Seit 2016 ist er Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Er erhielt Kompositionsaufträge von Ensembles, Orchestern und Festivals wie ensemble recherche, Neue Vocalsolisten Stuttgart, SWR Symphonieorchester, Orchestre Philharmonique de Radio France, Ensemble Ascolta, JACK Quartet, Ensemble Modern, Oslo Sinfonietta, Donaueschinger Musiktage, Ultraschall, Wittener Tage für neue Kammermusik und ECLAT.

Steen-Andersen studierte von 1998 bis 2006 Komposition bei Karl Aage Rasmussen, Mathias Spahlinger, Gabriel Valverde und Bent Sørensen in Århus, Freiburg, Buenos Aires und Kopenhagen. Von 2008 bis 2018 war er Kompositionsdozent am Jyske Musikkonservatorium in Århus, seit 2018 ist er Professor in der Abteilung Komposition und Théâtre musical an der Hochschule der Künste in Bern. Simon Steen-Andersen lebt in Berlin.

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