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9.12.2019 : 8:06 : +0100

Video: PIETÀ

Lisa Streich: PIETÀ for motorised cello solo and motorised instruments (2012/2018). Cello: Pieter Matthynssens | Piano: Elisa Medinilla | Sound: Wannes Gonnissen | Lighting: Marieke Berendsen | Video: Johann Van Gerwen
New version of Pietà was commissioned by Transit Festival
[Recorded at Concertgebouw Brugge]


ÜBERSICHT EINHEIT 1


Thema:

Assoziationen zur Musik

Ziel:

Entwickeln eines Assoziationspools (evtl. auch Basis für 2. Unterrichtseinheit)

Lehrplanbezug:

Musik hören – Musik in ihrer Vielfalt begegnen

Methode:

Think-Pair-Share (Einzel-Partner-Gruppenarbeit)

Material:

Arbeitsblätter, Pietà (Gesamtlänge), Stifte, evtl. Karteikarten/Plakat


Arbeitsblätter

01_Arbeitsblatt_1.pdf

01_Arbeitsblatt_2_3.pdf

01_Arbeitsblatt_4.pdf


Unterrichtseinheiten

Folgende Unterrichtseinheiten können jeweils einzeln durchgeführt werden:
1.-5. Unterrichtseinheit

Folgende Unterrichtseinheiten sollten zusammengefasst werden:
6.-7. Unterrichtseinheit und 8.-11. Unterrichtseinheit

Folgende Unterrichtseinheiten können in Projektgruppen durchgeführt werden:
1.-7. Unterrichtseinheit

Unterrichtseinheit 1


Ablauf

Die SchülerInnen hören zum ersten Mal PIETÀ von Lisa Streich. Das Stück soll in seiner gesamten Länge gehört werden. Wenn es die Räumlichkeiten ermöglichen, liegen die Kinder in einer bequemen Hörhaltung (siehe unten: «Absprachen») auf dem Boden. Da es sich sehr wahrscheinlich für die meisten SchülerInnen um den ersten Kontakt mit neuer Musik handelt, werden die Reaktionen sehr unterschiedlich ausfallen. Im Vorhinein werden hierzu Absprachen für den Umgang damit getroffen  (siehe unten: «Absprachen»). Im weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde werden die Assoziationen der einzelnen SchülerInnen in Partner- und Gruppenarbeiten ausgetauscht und sich auf Gemeinsamkeiten und Schwerpunktassoziationen geeinigt. Anschließend findet das Vorstellen der Gruppenarbeit und das Sammeln der Assoziationen am Plakat statt.

Zu Beginn sollten
Arbeitsauftrag, Absprachen und Methode erklärt worden sein.

Arbeitsauftrag

Die SchülerInnen bekommen den Arbeitsauftrag, die Musik einmal zu hören und dabei alle Ideen, Gedanken und Assoziationen fließen zu lassen. Alle Gedanken sind erlaubt: Gefühle, Parallelen, Geschichten, Fantasien. Wichtig ist, dass dabei immer eine Begründung durch die Musik stattfinden kann. Die SchülerInnen sollen also möglichst durch die Rückkopplung mit der Musik begründen können, warum bestimmte Ideen in den Kopf gekommen sind (Beispiel aus dem Unterricht: «Die Musik hat mich an eine Dampflock erinnert, weil zwischendrin immer wieder Pfeiftöne zu hören waren.» «Die Musik hat mir Angst gemacht, weil es teilweise plötzlich laut wurde.»).

Diese Gedanken werden beim zweiten Hören von jedem/jeder SchülerIn für sich allein auf Arbeitsblatt 1 notiert. Danach wird sich zunächst zu zweit, im weiteren Verlauf zu viert, über die Ideen ausgetauscht und sich auf die wichtigsten Aspekte geeinigt. Immer wieder soll eine Begründung durch die Musik stattfinden.

Absprachen

Die SchülerInnen nehmen beim ersten Hören die Hörhaltung ein. Hörhaltung bedeutet: Die Augen sind geschlossen, der Körper liegt bequem (vorteilhaft ist es, auf dem Rücken zu liegen), so dass er während des Hörens der Musik möglichst wenig bewegt werden muss. Die SchülerInnen werden dazu angehalten, sich selbst und andere nicht abzulenken, um in die Musik eintauchen zu können. Um die Konzentration und den Fokus auf die Musik aufrecht erhalten zu können, ist es anzuraten, die SchülerInnen darauf vorzubereiten, dass Reaktionen erlaubt sind, die Hörhaltung aber immer wieder eingenommen werden soll.

Hinweise zur Methode

Wichtig ist zudem, dass die SchülerInnen auf die Methode Think-Pair-Share vorbereitet werden. Nach dem Hören der Musik sollen die SchülerInnen sich ohne ablenkende Methodenerklärungen auf den Fluss der Assoziationen konzentrieren können und kommentarlos in die Think-Pair-Share-Phase eintauchen können. Sollte es in der Vierergruppenarbeit keine Einigung darüber geben, wer zuerst seine Ideen vorstellen und wer schreiben darf, helfen hier die Wächterkarten.

Think-Pair-Share

Die SchülerInnen hören einmal in der Hörhaltung die Musik und lassen ihren Assoziationen freien Lauf. Beim zweiten Hören notieren sie sich ihre Gedanken auf dem Arbeitsblatt 1. Im nächsten Schritt tauschen sich die SchülerInnen zu zweit mithilfe des Arbeitsblatts 2 über ihre Assoziationen aus. Danach werden in Vierergruppen die Ideen mithilfe des Arbeitsblatts 3 gesammelt. Dabei einigen sich die SchülerInnen auf die wesentlichen Gemeinsamkeiten oder Ideenschwerpunkte. Abschließend werden diese Ideen im Plenum gesammelt.

Differenzierung Think

SchülerInnen, die in der Think-Phase mit ihren Notizen schneller fertig sind als andere, haben die Möglichkeit auf Arbeitsblatt 4 ihre Gedanken zu strukturieren.

Differenzierung Plenumsphase

Das Sammeln der vier Schwerpunkte aus den jeweiligen Gruppen kann auch als gelegte Mindmaps im Plenum erfolgen. Dabei schreibt jede Gruppe jede Assoziation, auf die sich die Gruppe geeinigt hat, auf Karteikarten. Anschließend werden diese Karten von den SchülerInnen kommentarlos in die Mitte des Kreises gelegt oder an die Tafel gehängt. Hierbei sollen gleiche Karten übereinandergelegt/-geklebt und thematisch ähnliche Karten zueinander gelegt/-klebt werden. Somit entsteht eine Mindmap, die im Anschluss mit den SchülerInnen besprochen und ergänzt werden kann.

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