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14.11.2019 : 4:45 : +0100

Video: Cello

Begriffsbestimmungen


Video: Stohgitarre

Präsentation 4


Video: PIETÀ

Lisa Streich: PIETÀ for motorised cello solo and motorised instruments (2012/2018). Cello: Pieter Matthynssens | Piano: Elisa Medinilla | Sound: Wannes Gonnissen | Lighting: Marieke Berendsen | Video: Johann Van Gerwen
New version of Pietà was commissioned by Transit Festival
[Recorded at Concertgebouw Brugge]


ÜBERSICHT EINHEIT 4


Thema:

Das Cello bei Lisa Streich und die Aufführung

Ziel:

Betrachtung des klassischen und des präparierten Cellos von Lisa Streich- Betrachtung der Aufführung von PIETÀ

Zeit:

1-2 Doppelstunden

Lehrplanbezug:

Musik hören – Musik in ihrer Vielfalt begegnen

Methode:

Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit

Material:

Arbeitsblätter, Cellobegriffe, Bilder Cello (falls vorhanden: Cello), Bilder präpariertes Cello, Videoaiusschnitt, Stifte


Arbeitsblätter

04_Arbeitsblatt_1.pdf

04_Arbeitsblatt_Begriffe_Loesung.pdf

04_Arbeitsblatt_Das_Cello_blanko.pdf

04_Bilder_Das_Cello1.pdf

04_Bilder_praepariertes_Cello.pdf

04_Cellobegriffe.pdf

04_Notizblatt_1.pdf

04_Notizblatt_2.pdf


Unterrichtseinheit 4


Ablauf

Die SchülerInnen setzen sich mit einem herkömmlichen und dem präparierten (motorisierten) Cello auseinander und vergleichen diese miteinander. Hierbei lernen sie die Fachbegriffe rund um das Cello kennen und befassen sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden beider Celli. Anschließend betrachten die SchülerInnen die Aufführung von PIETÀ [siehe Video rechts] und tauschen sich über ihre Beobachtungen aus. Gleichzeitig sollen sie nach der Betrachtung beider Celli und der Aufführung selbst Ideen zur Gestaltung eines präparierten Instruments entwickeln.

Didaktisch-methodischer Kommentar

In dieser Unterrichtseinheit werden die SchülerInnen sowohl mit dem herkömmlichen, als auch mit dem präparierten Cello aus Lisa Streichs PIETÀ vertraut gemacht. Darüber hinaus werden sie eine Aufführung von PIETÀ sehen, so dass sie eine Vorstellung von der Umsetzung der Musik mit dem motorisierten Cello sowie einen Einblick in die Technik bekommen. Die SchülerInnen können in Einzel- oder Partnerarbeit die Cellobetrachtung erarbeiten, aber auch eine Gruppenarbeit ist bei diesem Thema möglich. Mithilfe des Arbeitsblatts 1 bekommen die SchülerInnen einen Überblick über die einzelnen Arbeitsschritte. Zunächst betrachten die SchülerInnen Bilder eines herkömmlichen Cellos [Arbeitsblatt 4]. Wenn möglich, kann auch ein «echtes» Cello als Anschauungsobjekt dienen; dies erleichtert den Zugang zum Instrument. Mithilfe des Arbeitsblatts «Das Violoncello» und dem Arbeitslatt «Cellobegriffe» sortieren die SchülerInnen die Begriffe dem Cello zu und können dies durch das Kontrollblatt überprüfen. Falls hierfür ein echtes Cello zur Verfügung steht, können die Begriffe auch laminiert und vorsichtig an das Cello gelegt werden. Das Kontrollblatt dient der Selbstkontrolle und etwaig nötigen, selbstständigen Verbesserung. Anschließend betrachten die SchülerInnen Bilder des präparierten Cellos. Es findet ein Vergleich mithilfe einer Tabelle statt (Notizblatt 1). Die SchülerInnen sollen hier Gemeinsamkeiten und Unterschiede hervorheben sowie Besonderheiten herausstellen. Die zuvor erlernten Fachbegriffe sollten hier möglichst angewandt werden.

In einem weiteren Schritt werden sich die SchülerInnen die Aufführung von PIETÀ ansehen, um sie so an den Einsatz der Motoren heranzuführen. Mithilfe des Arbeitsblatts 2 werden Impulse und Beobachtungsaufträge gegeben, die die Aufmerksamkeit der SchülerInnen auf wesentliche Aspekte, die auch für ihre spätere Arbeit immanent sind, lenken. Die SchülerInnen tauschen sich nach Betrachtung der Aufführung über ihre Beobachtungen aus. Die Auseinandersetzung mit den Celli sowie das Betrachten der Aufführung dienen als Grundlage für das Entwickeln eigener Ideen für einen präparierten Klangerzeuger.

In einem nächsten Schritt können die SchülerInnen alleine oder gemeinsam Ideen entwickeln, um eigene präparierte Klangerzeuger zu entwickeln (Notizblatt 2). Diese Aufgabe kann zunächst sehr offen gehalten werden, indem allen Ideen freien Lauf gelassen werden kann. In diesem Fall könnte man Fantasieinstrumente entwickeln, die man auch als Skizze auf große Pappe übertragen und als Kunstwerke ausstellen kann (hierfür sollten gemeinsam Kriterien erarbeitet werden). Aufgrund dieser Offenheit ist auch bewusst der Begriff Klangerzeuger verwandt worden.

Falls man die SchülerInnen an dieser Stelle der Unterrichtsreihe auf das selbstständige Präparieren der eigenen Instrumente zum Ende der Unterrichtsreihe hinführen möchte, kann man ergänzen, dass nur wirklich umsetzbare, realistische Ideen entwickelt werden sollten. Realistisch bedeutet in diesem Fall, dass nur Instrumente oder Gegenstände sowie Materialien in die Ideen und Skizzen eingebracht werden sollten, die wirklich zur Verfügung stehen werden. Dies kann man mit den SchülerInnen vorher besprechen. Die Gegenstände, Materialien und Instrumente können im Laufe der Unterrichtsreihe gemeinsam zusammengetragen werden (siehe hierzu auch Unterrichtseinheit 10/11).

Abschließend können sowohl Anmerkungen zum Cello als auch die Beobachtungen zur Aufführung gemeinsam besprochen werden. Gleichzeitig können die Ideen und Skizzen der SchülerInnen vorgestellt werden. Auch hier bietet sich eine Reflexionsrunde mithilfe der Frage-, Lob- und Tippkarten durchzuführen an, damit die Ideen der SchülerInnen durch die Ideen der MitschülerInnen ergänzt oder weiterentwickelt werden können.

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