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18.11.2018 : 18:00 : +0100
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Neoklassizismus

«Früher war alles besser: neoklassizistische Musik»

Die musikalische Strömung des Neoklassizismus entstand im Paris der 1920er Jahre im Umfeld von Künstlern wie Igor Strawinsky, Jean Cocteau und der Groupe des Six.

Mit Neoklassizismus bezeichnet man eine musikalische Strömung, die sich als Gegenbewegung zu den subjektivistischen Auswüchsen der Spätromantik einerseits und der modernen Zwölftontechnik andererseits verstand. Sie ist gekennzeichnet durch das Streben nach Klarheit, Einfachheit und Klassizität. Im Neoklassizismus entstand eine neue, tonale und weitgehend linear bestimmte Musik, wobei das 18. Jahrhundert (Spätbarock und Frühklassik) häufig Vorbild für Satztechniken, Formen und Gattungen ist.

Die Mitglieder der Groupe des Six forderten die Herstellung des «Gleichgewichts von Gefühl und Vernunft in der Kunst».

Der bedeutendste Vertreter des Neoklassizismus, der Komponist Igor Strawinsky, sieht im Element der Konstruktion das notwendige Fundament einer neuen Musik. Erst auf der Basis von Konstruktion hält er die Verwirklichung von Ordnung (im Sinne einer geistigen Bindung an Tradition und Werte der Vergangenheit) für möglich.

Neben Igor Strawinsky zählt auch der Deutsche Paul Hindemith zu den führenden Köpfen der Neoklassizisten. Er hoffte mittels realitätsbezogener, tonal gebundener und klassisch ausgearbeiteter Kompositionen die Grundlagen der Musik zu sichern. weiterlesen ››