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21.8.2019 : 11:26 : +0200
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Komponisten im Exil
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Musiker im Exil

«Fremd bin ich eingezogen»

Seit der griechischen Antike bedeutet das Wort «Exil» die Vertreibung von Menschen aus ihrer Heimat bei gleichzeitiger Aberkennung von Rechten.
Das Thema «Musiker im Exil» ist ein relativ junges Thema und Teil einer Bewältigung der NS-Vergangenheit, die in der Musikwissenschaft verspätet einsetzte.
Die zur Auswanderung aus Deutschland gezwungenen Menschen hatten in der Exilsituation mit vielen Problemen zu kämpfen: So betrieben z. B. die USA in den 1930er-Jahren eine äußerst Restriktive Immigrationspolitik: Länderquoten begrenzten die Zahl der Einwanderer oder Personalpapiere wurden verlangt, welche die politischen Flüchtlinge oft nicht hatten. Die Unterschiedlichkeit, wie MusikerInnen mit der Situation des Exils umgingen, wirft zugleich ein Licht auf die jeweilige Künstlerpersönlichkeit selbst. Vor allem der biografische Zeitpunkt, aber auch die kulturpolitische Situation des Landes, in das man emigrierte, waren von herausragender Bedeutung. Für Musiker war das Exil grundsätzlich einfacher als für Literaten und Journalisten, die in der Fremde ihrer Muttersprache beraubt wurden. In den Werken vieler Exil-Komponisten sind die Spuren des Exils erkennbar einkomponiert. Amerika, das wichtigste Auswanderungsland während des NS-Regimes, sah und sieht die emigrierten Komponisten als eine Bereicherung des musikalischen Lebens an, die einen gewichtigen Beitrag für die Gegenwart und Zukunft geleistet haben. Wichtige Exil-Komponisten, die hier lebten, waren Arnold Schönberg, Ernst Krenek, Hanns Eisler und Paul Hindemith.

Autor der Sendung: Tim Koeritz
Autoren der Materialien: Tamara Schwab, Felix Heitmann, Ekkehard Mascher

Arbeitsmaterialien zur SMS-Sendung für die Klassenstufen 10-13