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20.10.2019 : 21:56 : +0200

[Beisp 1 aus von Beethovens Romanze in F-Dur für Violine und Orchester ]
[Beisp 2 aus von Beethovens 5. Symphonie]
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Glossar

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Der erste Einstieg

Die einfachste Methode beim Partiturlesen ist das Verfolgen einer Einzelstimme. Bei diesem Verfahren konzentriert man sich auf eine einzelne Stimme, die besonders gut zu hören ist. Zum Einstieg eignen sich dabei besonders gut Konzerte mit Soloinstrumenten wie die Romanze in F-Dur für Violine und Orchester von Beethoven (Beispiel 1) oder Orchesterlieder (bei letzteren kann man sich leicht am Text orientieren). Weiterhin kann man bei vielen klassischen Orchesterwerken die führende Stimme der ersten Violine gut verfolgen, sowie bei barocken Kompositionen für Orchester die Bass-Stimme.

In einem nächsten Schritt kann man versuchen, zwischen den Stimmen zu wechseln und jeweils Die Stimme zu verfolgen, die gerade führend ist. Nach und nach lernt man dabei markante Stimmen, die man hört, auch in der Partitur zu finden und im entsprechenden Notensystem zu verfolgen. Besonders anschaulich kann man das mittels Beethovens 5. Symphonie erproben (Beispiel 2).

Eine weitere Hilfe beim Lesen der Partitur kann auch das Mitzählen der Takte sein. Dieses Verfahren hilft bei unübersichtlichen oder komplexen Partituren wie etwa zeitgenössischer Musik und eignet sich besonders, wenn man den Anschluss auf keinen Fall verlieren möchte. Ziel sollte es jedoch sein, das Mitzählen der Takte gänzlich zu verlassen und die Partitur zunächst anhand einzelner Stimmen und dann im Wechsel von blockweisem bzw. selektivem Lesen zu verfolgen.