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11.12.2019 : 23:26 : +0100

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Ausschnitt aus dem Klavierkonzert Nr. 23 in A-Dur,
3. Satz, Takte 1-150]

Concentus Hungaricus, Mátyás Antál (Conductor)
Jenö Jandó, Klavier
Zur Verfügung gestellt von der NAXOS Music Library.

Glossar

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Mozart: Klavierkonzert Nr. 23

KV 488, A-Dur

Als Mozart Anfang März 1786 sein Klavierkonzert in A-Dur KV 488 vollendete, stand er auf dem Höhepunkt seiner Wiener Karriere. Die Entscheidung, sich seinem Vater Leopold zu widersetzen, die Dienste des Erzbischofs in Salzburg zu verlassen und sich als freischaffender Komponist und Musiker zu etablieren, schien sich auszubezahlen. Dass er sehr gefragt war, kann man an der großen Zahl der Werke sehen, die er zu dieser Zeit schrieb und die meistens auch sofort aufgeführt wurden.

Es mag aber auch noch einen anderen, persönlicheren Grund für diese atemberaubende Kreativität gegeben haben, die selbst für Mozarts Verhältnisse außergewöhnlich war. Mozarts Beziehung zu seinem Vater war seit seinem überstürzten Weggang aus den Diensten des Erzbischofs im Jahr 1781 sehr angespannt. Dies wurde nicht besser, als Mozart im August 1782 die Sängerin Konstanze Weber heiratete, denn Leopold Mozart war gegen diese Verbindung. Mozarts Briefe zeigen, wie sehr er sich nach dem Segen seines Vaters sehnte und wie schmerzlich es für ihn war, dass er diesen nicht bekam. Im Jahr 1785 konnte Mozart seinen Vater Leopold jedoch davon überzeugen, ihn in Wien zu besuchen. Leopold Mozart war vom nachweislichen Erfolg und der Qualität der Werke seines Sohnes beeindruckt und tief ergriffen.

Mozarts Karriere als Komponist und Musiker erreichte ihren Höhepunkt im Jahr 1786, also dem Jahr, in dem das Klavierkonzert KV 488 uraufgeführt wurde. Es gilt als allgemein erwiesen, dass das Konzert gut aufgenommen worden ist, trotz der zarten und intimen Tonarten – im Vergleich zu den beiden benachbarten Werken, KV 482 und KV 491.

Stephen Johnson
Übersetzung: Uta Pastowski