Sie sind hier: Musicademy / NOP / Praetorius, M.
22.11.2019 : 19:20 : +0100
Glossar

Zeigen Sie mit der Maus auf einen unterstrichenen Begriff, um hier mehr Informationen zu erhalten.

Michael Praetorius

Michael Praetorius (*1571 in Kreuzburg, Thüringen, † 1621 in Wolfenbüttel), eigentl. Michael Schultheiß, war ein deutscher Organist, Komponist und Musiktheoretiker. Er war Sohn eines lutherischen Pfarrers, studierte in Frankfurt an der Oder und wurde schließlich Hofkapellmeister des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel. Praetorius hatte Kontakt mit anderen großen Komponisten seiner Zeit wie Hans Leo Haßler, Samuel Scheidt und Heinrich Schütz.
Michael Praetorius hinterließ ein äußerst umfangreiches Werk; allein die neun Bände «Musae Sioniae», die er zwischen 1605 und 1610 herausgab, enthalten über 1200 Kompositionen auf deutsche Texte. Er schrieb Motetten, geistliche Konzerte, weltliche Lieder, Orgelsätze, Tänze und geistliche Lieder, darunter «Es ist ein Ros entsprungen». Außerdem verfasste er bedeutende theoretische Schriften, die heute zu den wichtigsten Quellen für die Musik und ihre Aufführungspraxis um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert zählen, wie sein «Syntagma musicum».