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6.12.2019 : 1:59 : +0100

Ungarische Tonleiter

Die ungarischen Dur- und Moll-Tonleitern werden auch Zigeuner-Tonleitern genannt, denn sie sind charakteristisch für die Musik der Sinti und Roma und prägen die osteuropäische Folklore, insbesondere Ungarns und Rumäniens. Franz Liszt (1811-1886) hat sie mit seinen «Ungarischen Rhapsodien» in die europäische Kunstmusik eingeführt.

Ihr besonderer Reiz liegt in zwei übermäßigen Sekundschritten, die an die beiden die Tonart prägenden Stufen angelegt werden: an die 3. Stufe, die über Dur oder Moll entscheidet, und an die 7. Stufe, den Leitton. Der zweite Teil der ungarischen Dur- und Moll-Tonleitern ist identisch und gleicht der harmonischen Moll-Tonleiter.

[1.10.8. Klicken Sie auf die Tonleitern, um sie zu hören.]