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7.12.2019 : 17:09 : +0100

Arbeitsblatt 2 «Gerader Marsch»
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Arbeitsblatt 3 «Ungerade Märsche»
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[Ungerader Marsch - 4er-3er. Bild einmal klicken, um Video zu starten. Clipdauer: 1'30'']
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Annäherungen über Bewegungsübungen :|: Gleichmäßige & zusammengesetzte Metren

Der 2. Satz der »Fiktiven Tänze« weist einige Taktarten auf, die den meisten Schülerinnen und Schülern noch nicht begegnet sein dürften, z.B.: 1/16+1/4+1/8 oder 1/4+3/16+1/8. Um diese Taktarten mental realisieren zu können, ist es nötig, dass die Schülerinnen und Schüler alle Zählzeiten auf den gemeinsamen 16tel-Nenner bringen und sie als (3+4+2)/16 oder (4+3+2)/16 begreifen lernen. In solcher Strukturierung lassen sich zusammengesetzte Metren sowohl mental realisieren als auch körperlich umsetzen.

Bevor Schülerinnen und Schüler jedoch mit zusammengesetzten Metren konfrontiert werden, sollten sie regelmäßige Metren in präzise Bewegungsabläufe umsetzen können. Als Aufwärmübungen empfehlen sich daher einfache Modelle im 4/4-Takt, die sich im Kreis stehen

  • von Schlag zu Schlag das Körpergewicht verlagern: rechtes Bein, linkes Bein…
  • von Schlag zu Schlag abwechselnd: rechtes Bein kickt, linkes Bein kickt…
  • Von Schlag zu Schlag abwechselnd Schritt vor, Schritt zurück (rechtes Bein vorweg, linkes Bein im Achtelabstand hinterher)
  • Einen Takt lang auf der Stelle in Achtelschritten nach rechts drehen, dann ebenfalls einen Takt lang wieder zurückdrehen.

Verfolgt man diese vier Bewegungsmodelle jeweils zwei Takte lang, so ergibt sich ein kleiner achttaktiger Tanz (Videobeispiel), der sich mit einem einfachen Kadenzmodell am Klavier begleiten lässt (Arbeitsblatt 2).

Die Verinnerlichung eines solchen regelmäßigen Metrums ist Voraussetzung für die folgenden Übungen mit zusammengesetzten Metren. Zunächst werden die Viertelschläge als »gerader Marsch« im Kreis herum gelaufen (Videobeispiel). Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler jeden Schritt bereits gedanklich in vier Sechzehntel unterteilen.

Im Anschluss daran können zusammengesetzte Metren als »ungerade« oder »hinkende« Märsche dargestellt werden. Bei dem Modell 4/16+3/16 fallen jeweils gleiche Dauern auf dasselbe Bein (Videobeispiel), während bei dem Modell 2/16+3/16+4/16 jede einzelne Dauer fortwährend vom einen auf das andere Bein wechselt (VS 6). Diese Übung erfordert bereits eine gute Körperkontrolle. Auch die ungeraden Märsche lassen sich ganz einfach am Klavier begleiten (Arbeitsblatt 3).

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